Kölner Brauerei-Verband lehnt Zucker- und Plastiksteuer ab
Köln, 5. November 2026 – Der Kölner Brauerei-Verband schließt sich der gemeinsamen Stellungnahme zahlreicher Wirtschaftsverbände gegen die geplante Zucker- und Plastiksteuer an. Beide Vorhaben würden die Unternehmen mit zusätzlichen Kosten und bürokratischen Verpflichtungen belasten. Statt neuer Steuern fordert der Verband weniger Bürokratie, Planungssicherheit und wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen.
„Unsere Brauereien stehen bereits heute unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Zusätzliche Steuern und aufwendige Verwaltungsverfahren würden insbesondere mittelständische Unternehmen weiter belasten“, erklärt Christian Kerner, Geschäftsführer des Kölner Brauerei-Verbandes. „Wir brauchen weniger Bürokratie und verlässliche Rahmenbedingungen, damit die regionale Brauwirtschaft wettbewerbsfähig bleibt.“
Besonders kritisch sieht der Verband die geplante Zuckersteuer auf Erfrischungsgetränke. Das vorgesehene Steuerlagerverfahren nach dem Vorbild der Biersteuer würde umfangreiche Dokumentations- und Kontrollpflichten sowie Investitionen in betriebliche Abläufe und Warenwirtschaftssysteme erfordern.
Auch die Plastiksteuer würde zusätzliche Belastungen schaffen. Die Brauwirtschaft erfüllt bereits zahlreiche gesetzliche Vorgaben im Verpackungsbereich, darunter das Verpackungsgesetz, die Einwegkunststofffondsabgabe und die Anforderungen der europäischen Verpackungsverordnung. Eine weitere nationale Steuer würde die wirtschaftlichen Belastungen erhöhen, ohne dass ein zusätzlicher ökologischer Nutzen erkennbar wäre.
Der Kölner Brauerei-Verband unterstützt deshalb die Forderung, beide Steuervorhaben zu stoppen und ihre wirtschaftlichen Folgen umfassend zu prüfen. Bestehende Regelungen zur Verpackungsvermeidung und Förderung von Mehrwegsystemen sollten konsequent genutzt werden, statt weitere nationale Sonderregelungen einzuführen.
Quelle: Die KOELNER Agentur für Public Relations