09.05.2016 reiheM präsentiert: James Tenney & Ulrich Krieger

Der amerikanische Komponist James Tenney (1934-2006) wird oft zu den "American Maverick Composer" gezählt, kompromisslose Individualisten, die eigentlich keiner Schule zuzuordnen sind. Sein Werk ist ein ständiges Aufbrechen zu und Suchen nach neuen Grenzen, ob es sich dabei um frühe Computermusik handelt oder um das Ausloten von Stimmungssystemen jenseits des Wohltemperierten, wie in Saxony. Gern greift er dabei auf Obertonverhältnisse zurück und die Form des Kanons, der im Fall von Saxony durch ein langes elektronisches Delay realisiert wird. Dabei ist das Resultat alles andere als eine physikalische Demonstration oder eine akademische Übung: Aus der allmählich anwachsenden Schichtung langgehaltener Töne entsteht ein Drone, in dem man wie...




